Hallo und Guten Tag,
auf Wunsch eines netten Mods hier noch einmal mein erster Thread in diesem Forum mit Ergänzungen:
Ich bin neu hier im Forum, seit wenigen Tagen Besitzer einer SDR-S150, von diesem Camcorder echt begeistert, lese hier sehr viel, bin noch mehr Fotograf als Filmer und habe viele Fragen zur Videobearbeitung - wobei Ihr mir sicher helfen könnt.
Wovon ich jedoch Ahnung habe, schon berufsbedingt, sind Kartenspeicher verschiedener Art und da kann ich vielleicht weiterhelfen, vorhandene Irrungen und Wirrungen gerade zu rücken.
Durch die Diskussion hier neugierig gemacht, habe ich mir erst einmal 2 SDHC-Cards besorgt, eine 4 GB Toshiba Clas.4 und eine 8 GB ADATA Clas. 2.
Erst einmal etwas zur Klarstellung:
Panasonic selbst sagt: Clas. 2 ist ausreichend - dies stimmt. Clas. 4 und 6 sollten nicht schaden, sind jedoch nicht erforderlich - sind halt etwas teurer.
Panasonic garantiert die zuverlässige Funktion seines Gerätes mit 4 GB SDHC-Karten von Panasonic. Ist aus Sicht von Panasonic nachvollziehbar - mit dieser Karte wurde das Gerät getestet, funktionierte ohne Probleme und natürlich möchte Panasonic die eigenen und dazu auch noch sehr teuren SDHC-Karten verkaufen. In der Bedienungsanleitung räumen sie ein, dass auch SDHC-Karten anderer Hersteller, die wirklich der Klassifikation SDHC entsprechen, mit dem Gerät funktionieren können.
Diese Aussage ist legitim, da es auch schwarze Schafe gibt, die schon eh und je Speicherkarten fälschten, umlabelten usw. Wer z.Z. bei ebay nach SDHC sucht, findet die unsinnigsten Beschreibungen von SDHC-Karten, was beweist, dass die Anbieter selbst gar nicht wissen, was SDHC überhaupt bedeutet - bis hin zu 4 GB SD-Karten, die nach meiner Meinung mit SDHC gar nichts zu tun habe.
Nun meine Erfahrung mit den o. g. eigenen Speicherkarten:
Die 4 GB SDHC von Toshiba läuft ohne Probleme, lässt sich im Gerät formatieren und etwa bis 3,9 GB beschreiben. Die Toshiba kaufte ich, weil es die einzige SDHC-Karte war, die es in meinem MM gab.
Die 8 GB SDHC von ADATA kaufte ich bei ebay, weil es die preisgünstigste ihrer Art in Sofortkauf war.
Auch mit dieser Karte bin ich sehr zufrieden. Sie lässt sich im Gerät problemlos formatieren und läuft fast problemlos im Camcorder.
Das "fast" bezieht sich auf folgenden, wiederholt festgestellten Fakt:
Nach der Aufzeichnung von 3,9 GB schaltet das Gerät von sich aus die Aufnahme ab. Dies mag man störend empfinden, ist nach meiner Einschätzung jedoch eine Vorsichtsmaßnahme von Panasonic, damit eine 4 GB SDHC-Karte nicht randvoll beschrieben und dadurch unbrauchbar wird - also durchaus sinnvoll! Ich kann die Aufnahme sofort wieder starten und das Gerät nimmt weitere gut 3,9 GB auf, ohne sich zwischendurch noch einmal von selbst auszuschalten.
Bei der Qualitätseinstellung XP nimmt der Camcorder somit gut 1 h 40 min, bei der Einstellung SP knapp 3 h 20 min auf - dies macht mich happy!!!
Übrigens - Akkuwechsel war nicht erforderlich, da ich zum Test der Karten das Netzteil benutzte.
Ein Wort zum Formatieren:
Formatieren nur im Gerät selbst - wie von Panasonic gefordert. Auch heute gibt es z.B. noch Hersteller von CD- und DVD-Brenner, die das Beschreiben und Lesen von CD- und DVD-Rohlingen auf dem "eigenen Gerät" garantieren. Diese Aussage hat durchaus einen Sinn, auch wenn die Rohlinge in der Regel nach dem Beschreiben auch von Laufwerken anderer Hersteller gelesen werden können, jedoch nicht von allen Geräten. Konkretes kann in Foren von PC-Hardware und bei Tests bekannter Computer-Zeitschriften nachgelesen werden.
Meine eigene Erfahrung mit Speicherkarten verschiedenster Art ist:
Nachdem ich meine Fotos oder jetzt Filme auf den PC übertragen habe, wird die Speicherkarte nicht schlechthin gelöscht ("Datenmüll" verbleibt auf der Speicherkarte und beeinflusst ihren weiteren Gebrauch negativ), sondern die Speicherkarte wird neu formatiert. Für die Speicherkarte ist dies eine "Frischekur" - sie wird es durch lange Gebrauchsfähigkeit danken! Die weit verbreitete Meinung, durch häufiges Formatieren wird die Speicherkarte vorzeitig abgenutzt, zerschossen oder wie auch immer bezeichnet, ist schlichtweg Quatsch. Durch das Formatieren erübrigt sich auch eine Defragmentierung der Karte (hatte hier so was gelesen) - dies könnte wohl eh nur am PC geschehen und dort gehört sie nicht hin - mit folgender Ausnahme:
Ich bin zu faul, die SDR-S150 mittels USB-Kabel mit dem PC zu verbinden, um meine Fotos, Filme auf die Festlatte zu überspielen. Dann nehme ich sie aus dem Camcorder, stecke sie in einen SDHC-Kartenleser (andere Kartenleser erkennen die SDHC-Karte überhaupt nicht - dies ist normal - niemand sollte da auf ein Firmware-Update warten), welche nun schon ab 1,- € angeboten werden, stecke den Kartenleser in den PC oder Notebook, übertrage den Inhalt auf die Festplatte, entnehme dann die SDHC-Karte aus dem Kartenleser, stecke sie wieder in den Camcorder, formatiere sie sofort und sie ist wieder voll einsatzbereit.
Ein letztes Wort zu SDHC:
Entweder in der SDR-S150 befindet sich ein SDHC-Laufwerk oder nicht! Ohne Zweifel befindet sich ein solches Laufwerk in unseren Geräten. Diese Laufwerke sind weltweit genormt! Also werden in diesen Laufwerken alle ordentlichen, dieser Norm entsprechenden SDHC-Karten gelesen und beschrieben werden können - z.Z. bis zu einer Größe von 32 GB. Niemand muss sich da von Panasonic verrückt machen lassen, nur weil Panasonic mit der Entwicklung einer eigenen SDHC-Karte größer als 4 GB anderen Wettbewerbern hinterherhinkt - und so lange 4 GB SDHC-Karte von Panasonic teurer ist als 8 GB SDHC-Karte aller Wettbewerber (siehe Preise im eigenen Shop von Panasonic) - sind die SDHC-Karten dieses Herstellers für mich finanziell unakzeptable, wobei ich nicht bestreite, dass die Qualität dieser Karten echt super ist. Hatte jedoch auch noch nie Schwierigkeiten mit Speicherkarten von anderen "Herstellern?" bzw. anders gelabelten Speicherkarten.
Zum Camcorder selbst möchte ich für mich einschätzen:
Sehr wertige Verarbeitung, recht einfache Bedienung, realistische Farben, hochempfindliches Mikrofon, bequem zu trasportieren, relativ unauffällig/unaufdringlich und recht gutes Preis-/Leistungsverhältnis - ich zahlte mit 4 GB SDHC-Karte und gut gepolsterter Cullmann-Tasche 650,00 €. Für mich ist dies ok.
Weshalb entschied ich mich für dieses Gerät?
Neuerdings sind einige meiner Auftraggeber nicht mehr mit Fotos zufrieden, sondern möchten auch ihre Aufträge mittels Film abgearbeitet haben. Dabei kommt es weniger auf hochwertige, nicht verwackelte Filmausschnitte an, sondern auf gut erkennbare Sachverhaltsdarstellungen. Natürlich hätte es somit auch eine Aiptek o.ä. getan - doch für den privaten Gebrauch möchte ich Familienfeiern und natürlich auch meine Enkelkinder in Bewegung festhalten, weshalb die Qualität der Filme nicht zu schrecklich sein sollte.
Bisher habe ich die Wahl der SDR-S150 nicht bereut, da ich, wenn geschäftlich unterwegs, ständig 1 - 2 Digicams und nun eben noch den Camcorder rumschleppe - vom gewicht kaum wahrnembar.
Meine Feststellungen:
Mit der SDR-S150 wird man von den Hardliner-Videofilmern mit ihren mehr oder weniger riesigen Camcordern genau so belächelt, wie beim Fotografieren mit Kompakt-Digicams von den DSLR-Fanatikern.
Für mich, meine Auftraggeber und meine Familie, Freunde und Bekannte ist jedoch nur das Eine wichtig:
das Ergebnis.
Und hier habe ich die Erfahrung gesammelt:
Ein großer Camcorder ist genau so hinderlich und schreckt lebende Motive genau so schnell ab, wie eine DSLR mit einem Monster-Objektiv.
Klarstellung:
Ich lasse mich nicht auf Diskussionen ein über die Schwächen von SD-Card-Camcordern und der Bearbeitung des damit erstellten Filmmaterials. Das Material vom Band läßt sich wesentlich umfangreicher und professioneller bearbeiten. Das ist mir bekannt! Nur möchte ich dies wirklich?
Ich habe ja irgendwie Achtung von Menschen, die stunden-, tage- wochenlang in einem Raum sitzen, Fotos bearbeiten, jeden Pixel begutachten und idealisieren möchten oder langwierig Filme bearbeiten, framegenau schneiden, überblenden, abblenden, aufblenden, überblenden usw., Fotos in Filme einfügen, so dass Hollywood vor Neid erblassen würde - mit Titel, Untertitel, Vor- und Abspann, usw.. Sicher ein tolles Hobby - wer dies so mag.
So fanatisch muss ich es nicht haben - für mich muss Fotografieren in erster Linie Spass machen und auch das Filmen soll mir in erster Linie Spass machen - zumindest im privaten Bereich!
Wo ich für mich selbst als Neuling des Filmens Probleme sehe, ist die Nachbearbeitung des Materials, das Schneiden und leichte Verschönern.
Die Panasonic-Software MotionSD ist recht unkompliziert, um das Gefilmte vom Camcorder auf die Festplatte zu übertragen. Doch selbst da ist das von mir oben bereits beschriebene Übertragen mittels SDHC-Cardreader wesentlich schneller. Beide Varianten dauern bei USB 2 und 3,9 GB ca. 20 - 30 Minuten. Ansonsten wirkt das Motion SD auf mich eher abstoßend, als anziehend. Zum einfachen Brennen von Filmen funktioniert eigentlich jedes Programm. Zum Erstellen ordentlicher Qualität auf DVD nutze ich auch MotionSD, lieber jedoch Pinnackle Studio 10. Bei Womble ist das Programm Deutsch, die Hilfedateien bei mir leider in englischer Sprache - nicht so meine Welt - bei MPEG2Schnitt bekomme ich bisher noch keinen Ton zum Laufen. Da hoffe ich auf Hilfe durch Leute, die schon länger mit der SDR-S150 arbeiten.
Bei mir stand die Entscheidung letztendlich zwischen dem Samsung-Camcorder VP-X300L/X220L, dem neuen Sanyo Xacti HD2, der Panasonic SDR-S10 und der Panasonic SDR-S150EG.
Samsung hat nach meiner Meinung die Modellpflege etwas vernachlässigt, die Qualität der Filmaufnahmen überzeugte mich nicht. Sanyo Xacti HD2 ist super für Leute, die durchschnittlich ordentliche Fotos und durchschnittlich ansprechendes Filmaterial wünschen, bei der SDR-S10 wußte ich nach wenigen Minuten echt nicht mehr, wie ich das Gerät halten soll, ohne einen Krampf im Handgelenk zu bekommen, so sprang mir die Panasonic SDR-S150 nach der Preissenkung förmlich ins Auge - und dies bisher ohne Reue.
Halt - einen Negativpunkt möchte ich nicht unerwähnt lassen:
Ich muss es noch irgendwie hinbekommen, dass mein eigenes Atemgeräusch nicht so erschreckend deutlich mit aufgenommen wird. Dies spricht jedoch eher für die sehr gute Empfindlichkeit des Mikrofons - weniger für meine derzeitige Kondition.
Es wäre für mich hilfreich, wenn andere Besitzer/Nutzer der SDR-S150 ihre Erfahrungen in diesen Thread einbringen - bin echt dankbar für jeden Tipp - hard- und softwareseitig. In meiner Gegend sind mir leider keine Nutzer dieses Camcorders bekannt - und unsere eigenen Erfahrungen sind - wie immer im Leben - unbezahlbar.
Siggi