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Alt 12.11.2005, 07:58
Tuvok Tuvok ist offline
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Beiträge: 15

Standard Filmkritik: Goal! - Der Film


Meine Meinung und einige Informationen zu dem Film:



Ursprünglich wollte man eine Trilogie in kurzer Zeit abdrehen, aber das hat
dann doch länger gedauert. Eine Trilogie über den Fußball. Und raus kam
dieses Werk. Natürlich hat man sich gedacht, he wer kann denn dieses Projekt
unterstützen, schließlich hat ja ein Film Kosten, und bei diesem waren sie
bei 30 Millionen US $. Der Film ist eine Co Produktion zwischen Amerika und
England. Dort ist er dann auch gelaufen, weil sich ja die Handlung in
England abspielt und man hat ein gigantisches Einspielergebnis von 2
Millionen Pfund Sterling erreicht, was absolut nicht viel ist, sondern eher
ein Flop.



Vielleicht liegt es daran das die Aufsteigergeschichte eines Fußballers aus
den Armengegenden zum Fußballverein Newcastle United, dann rüber gewechselt
zu Real Madrid, und dann zur Weltelite doch nicht so vielen Leuten
interessiert, und die es interessiert sind dann zu Hause vor dem TV und
sehen zu wenn eine Weltmeisterschaft abgeht. Und ich finde auch diese
Geschichte furchtbar langweilig.



Ich bin froh das sich meine Freundin und ich nicht für Fußball
interessieren. Wieso wir uns diesen Film angesehen haben weiß ich nicht,
aber ich dachte er wäre gut. Ist er es auch. Abgesehen von der Handlung die
mich 0 interessiert. Er ist sehr gut gespielt. Kuno Becker, der am 14.1.1978
in Mexiko City geboren wurde, ist so was wie ein junger Leonardo DiCaprio,
den man am besten aus Filmen wie "This Boys Life" oder "Gilbert Grape" noch
kennt. Innovativ, nicht von Drogen oder Geld verseucht, ein guter
Schauspieler. Sicher man hätte aus der Rolle von Munez hier im Film noch
mehr machen können.



Die Geschichte die sich rund um L.A. beim Hafen abspielt ist wirklich gut.
Einwanderer nehmen meistens immer eines mit wenn sie ins Ausland gehen.
10.000 Familienmitglieder und einen Fußball, und sind dann meistens
glücklich. Der Fußball für den Sport, die Familie für die Fortpflanzung.



Ich finde das die Geschichte von Santiago Munez sehr gut rüberkommt. Sicher
gibt es schon genügend Geschichten über illegale Einwanderer von Mexiko nach
Amerika, aber diese hier ist deswegen auch was besonderes, weil der
Vergleich der beiden Welten, im Bereich, Armut, Lebensweise,
Materialismussucht sehr gut zu sehen ist. Während hier die einen Leute die
Familie, Ihr eigenes Land pflegen, sind die anderen integrierten Ausländer
im Land schon auf dem Trip, das sie auf andere eigene Einwohner schon
runterschauen, und sich der Gesellschaft anpassen, indem sie die Wurzeln
Ihrer eigenen Kultur vergessen.



Das mag in diesem Film der Fußball sein. Ein Film der so was zeigt ist schon
oft da gewesen, meines Wissens noch keiner der Fußball im Hauptblickfeld
hat. Gut war es im Film das spanisch gesprochen wurde, und diese Szenen
untertitelt wurden. So konnte man nicht nur von der Emotionalen Lebensfreude
und Traurigen Armut der Bewohner was mitbekommen, sondern man konnte auch
sehen das nicht alle Ausländer Schweine sind. Denn hier wird klar, man kann
sich ruhig integrieren wenn man ein Einwanderer ist, ohne seine Wurzeln zu
vergessen, und sich trotzdem den üblichen Gepflogenheiten anpassen, wie
Santiago eben. Viele aus seiner Nachbarschaft arbeiten, jeder kann Englisch,
fast jeder, jeder ist lernwillig, man hat nicht Zigaretten, Alkohol, TV,
teure Schuhe zum Alleinbild der Lebensberechtigung gewählt, sondern in dem
Falle halt den Fußball, ein Sinnbild der Verbrüderung dieser armen Leute,
die sonst sehr wenig haben, und mit diesen einfachen Dingen wie einen
unnötigen Fußball schon zufrieden sind, während andere Leute einen 407 Km/h
schnellen Bugatti brauchen um 1 Million US $, um einen Orgasmus zu bekommen.



Die Gesellschaft die hier im Film gezeigt wurde, ist natürlich richtig
brutal, vom Leben her, richtig realistisch. Du arbeitest, du kommst heim, du
sportelst, du hast kein Geld, du bist traurig, jeder zweite in deiner
Familie ist krank, und du kommst immer mehr dahinter das dich der große
Bruder USA einfach nur ausnutzt und benutzt.



In dem Film taucht Talentscout GLEN FOY (Stephen Dillane) auf, der sieht
sich Santiago an, und wie jeder wirklich gute Talentscout sieht er das
Talent dieses Jungen. Dieses ungebrochene Talent, diesen Willen nicht
aufzugeben, diese Bereitschaft zu opfern um gut zu sein. Eine seltene
Eigenschaft die eigentlich nur Wirtschaftsbosse und Schönheitschirurgen
haben. Beide machen es für Geld, aber Santiago für Sport, Spaß, Liebe, und
dann erst Geld.



GLEN sieht das er ein Profi werden könnte und bietet ihm an von L.A. aus
nach England zu fliegen und dort zu spielen, doch dieses Versprechen kostet
einige Tausend US $ und die hat die Familie MUNEZ nicht. Außerdem wird er ja
hier gebraucht bei seiner Familie, doch er fliegt rüber und zwar mit dem
Geld das ihm seine Oma gibt sie ihn über alles liebt. Ihr Sohn ist
erwachsen, die halbe Familie in Mexiko, einige schon gestorben, und sie
macht ihm die Überraschung seines Lebens. Einfach so. Du fliegst schon
heute, sagt sie ihm in einem gebrochenen Spanischen Dialekt eigentlich, mit
glasklarer Deutscher Übersetzung, was ich nicht so gut finde, denn der ganze
Flair bleibt dann auf der Strecke, dieser Sprachvielfalt aus Spanien.



Hätte GLEN sich in England nicht für SANTIAGO so eingesetzt, er glaubt ja
schließlich an ihn, hätte er nach dem Spiel, es hat gerade ein Gewitter
gegeben, und er spielte sehr schlecht, der SANTIAGO, also hätte er sich
nicht eingesetzt für seinen Sprössling, dann hätte der Chefcoach ERIK
DONHELM bei Newcastle United nicht ein Monat spielen dürfen.



Und einige Wochen später: einer der besten Spieler, ALAN SHEARER von United
ist sein Freund. Er hat schon lange davon geträumt an seiner Seite wie ein
Reh mit zu laufen und hinter diesem blöden Ball her zu trippeln, und er hat
es geschafft. SANTIAGO fühlt sich wie ein GOTT. Seine Familie ist vergessen,
Fußball ist jetzt sein Leben.



Irgendwie habe ich immer das Gefühl das Sportfilme den Sport für die Leute
interessant machen sollen die faule Schweine sind. War schon der Film "Das
Wunder von Bern" saulangweilig, ist es dieser hier auch. Nicht wegen den
Darstellern, einfach dieses ganze, Fußball ist mein Leben, dieses interne
Gequatsche, schlimmer als beim hervorragenden "An jedem verdammten Sonntag",
ist dieser Film deswegen, weil er sich keine Zeit für eine richtige
Einführung nimmt und für Fußballuninteressierte wie mich und meine Alte
keine Zeit zur Einführung nimmt.



Dafür war wieder schön, SANTIAGO als Rocky Verschnitt trainieren zu sehen,
am Strand, laufend, im Regen, in der Kälte, nicht aufgebend. Und ein paar
schöne Wasserwellen im Meer hat man auch gesehen. So sympathisch kommt
leider alles nicht rüber und es ist auch viel vorhersehbares Klischee dabei.
Armer Junge, fliegt rüber, kriegt viel finanziert, überlebt, kommt zur
Weltspitze und ist ein entscheidender Punkt in der Weltmeisterschaft. Nicht
gerade gut.



Es kommen natürlich echte Fußballspieler vor, aber die sieht man nur kurz,
der Rest sind Schauspieler. Graeme Revell war übrigens für den Soundtrack
verantwortlich der sich ins Ohr bohrt, und bekannt bleibt, während der 89
Filmminuten, aber mir nicht gefällt. Danny Cannon, der Regisseur von C.S.I.
hat hier auch Regie geführt, aber nicht so gut, außerdem hat mir die Serie
auch nicht gut gefallen. Im 2. Teil, der Film danach, da gibt es den
Santiago Munez wieder, dann kommt er zu Real Madrid. Gleiche Schauspieler,
anderer Regisseur, Goal 2 kommt 2006 ins Kino.



Leider ein Film bei dem man sich nicht so super wohl fühlt, außer man ist
Fußball narr, und man mag das ganze Herumgetue über so einen langweiligen
Sport, bei dem auch sogar Frauen miteifern. Obwohl doch jeder weiß das die
beste Frauensportart zu Hause stattfindet, da hat sie wenigstens Zeit sich
eine auszusuchen. Gibt eh genügend, die nicht nur immer mit Paarung zu tun
haben.



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  #2 (permalink)  
Alt 13.11.2005, 01:58
Tach Tach ist offline
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Registriert seit: 30.10.2005
Beiträge: 14

Standard Filmkritik: Goal! - Der Film


Wenn Du nach Deiner 200 Km langweiligen Beschreibung eines Films der Dir nicht wirklich gefällt ernsthaft noch eine Antwort erwartest, dann lass Dir sagen:

Die Freundin nennt man nicht ALTE!

Es gehen immer mehr Frauen zum Fußball.

Wenn Du Fußball nicht verstehst, dann schau Dir solche Filme nicht an!

Fußball und soziales Leben ist ein so schwieriges Thema, dass Du besser den Mund hälst, wenn Du keine Ahnung hast!!!
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